Sonntag mit Fotografie, Tennis und alten Bekannten

Oelsnerbau an der Borselstraße

Oelsnerbau an der Borselstraße

Grau der Sonntag, statt des erhofften Sonnenscheins. Wenigstens bestand die Möglichkeit, endlich die kürzlich erworbene Kamera an einigen Motiven der Oelsner Siedlung in Ottensen auszuprobieren.

Viel Zeit blieb mir dafür nicht, denn schon um 15:00 wollte ich dem Wimbledon Herren Endspiel zwischen Roger Federer und Novak Djokovic beiwohnen.

Tennis

Djokovic schlägt auf

Das war Tennis auf allerhöchstem Niveau und daher fast schon etwas langweilig, wie auch der 1. Satz zeigte, der konsequent im Tiebreak endete. Der Rest waren Glück und Nerven. (Ähnlich der letzten Schach WM)

Im 2. Satz dominierte Federer gegen einen eher unbeteiligt wirkenden Djokovic und dann musste ich mich schon auf den Weg machen, sollte ich mich doch am späteren Nachmittag bei meinem Schulfreund einfinden, den ich erst vor einiger Zeit wieder gesehen hatte. Es war gerade erst, oder sollte ich sagen unlängst, im April. Und dazu gesellte sich ein weiteres Wiedersehen mit einer Schulfreundin, die ich auch vielleicht 30 Jahre nicht mehr gesehen hatte, zudem sie fast seither in Italien lebt. Sie ist immer noch, zu meiner Freude, die Brillanz aus Charakter, Humor und Eloquenz, für die ich sie schon in der Schule bewundert hatte.

Nach einer kleinen Stadtrundfahrt inklusive Hafencity, Besuch im Michel und einem Getränk in der Bar mit der wohl besten Aussicht Hamburgs (auf oder besser über St. Pauli), bescherte uns der Gastgeber ein allzu schmackliches Mahl, bestehend aus einem Wildschwein-Ferkel, Kohlrabi, Broccoli und Kartoffelstampf. Alles vorzüglich zubereitet.

Dass die Zeit im Gespräch nicht ausreichte, alle 30 Jahre einzuholen, die seitdem nachrichtenlos zwischen uns vergangen waren, dürfte kaum überraschen, so daß der Abend zu meinem Bedauern doch zu Ende ging, zumal der Hausherr schon am nächsten Morgen den Flieger nehmen musste. Warum sollte aber keine Wiederholung möglich sein?

Als ich kurz vor Mitternacht nach Hause kam, musste ich erfahren, dass sich Federer und Djokovic noch fast 3 Stunden bekriegt hatten (das bislang längste Wimbledon Endspiel), bis schließlich Federer im 5. Satz bei 12:12 im Tiebreak unterlag. Das hätte ich nicht ausgehalten. Besser also das Wildschwein.

  

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