Bei Mühlheim im Sprühregen

Weg im Regen hinter Rumpenheim am Main // weg 7559sm

Trübnis hinter Rumpenheim

Dieser Sonntag bot ganz gewiss nicht die besten Voraussetzungen für einen Spaziergang. Dichter und langanhaltender Sprühregen bestimmten den Ausgang zu Mittag. Trotzdem wollten Rainer und ich, gerade im Anbetracht meiner für den Abend geplanten Abreise, noch eine kleine Tour hinter Rumpenheim versuchen.

Nach Mainquerung per Fähre liefen wir vom Schloß weg auf immer asphaltierten Wegen in Richtung Mühlheim. Beständig eingeknickt unter unseren Regenschirmen, die hin und wieder einen Ausblick in den grauen Himmel und die graue, im Verschwinden begriffene Landschaft erlaubten. Nach kurzer Zeit nässten mir die Hosenbeine von den Knien abwärts ein.

feld 7561sm

Auf der Höhe von Mühlheim, das wir nach etwa einer Stunde erreichten, wollte Rainer einen Blick in den Ortskern werfen. Bekannte hatten ihm empfohlen, diese Kleinstadt für einen möglichen Immobilienkauf ins Auge zu fassen, da sie noch nah genug an Frankfurt doch noch nicht ganz im Visier renditefreudiger Investoren sei. Ob das wohl stimmt?

Für mich erbot sich Mühlheim als das typische Amalgam der Frankfurter Umlandgemeinden. Reste eines alten Dorfkerns von formlosen An- und Neubauten durchsetzt. Dass vor einem dieser Häuser, das zudem noch schlecht in Schuß schien, ein dicker SUV und ein dicker Trecker standen, bedeutete mir das entsprechend charakteristische Sinnbild dieses Zwischenzustands.

Dieser Abweg, der uns unbedacht vom Mainufer entfernte, brachte mich durch den verlängerten Rückmarsch in zeitliche Verlegenheit. Vor meiner Abreise wollte ich noch meinen neuen Untermieter einweisen. Das gelang mir noch in letzter Minute, wobei Rainer mich liebenswerterweise fast direkt vor der Haustür absetzte. Ganz schnell packen, Zählerstände vermerken und dann ab zum Bahnhof. In Hamburg kurz nach Mitternacht.

  

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