An der Bille bei Aumühle

Die Bille bei Aumühle. Farbaufnahme digital

Die Bille bei Aumühle

Nach der so erfreulichen Erkundung des Billetals am letzten Sonntag, wollte ich heute gleich nachsetzen und die Gelegenheit dichterer Bewölkung zu ersten Studien mit der Großformatkamera nutzen.

Der Bequemlichkeit wegen (ich hatte ja diesmal Foto-Ausrüstung dabei) fuhr ich mit der S-Bahn bis zur Endhaltestelle Aumühle, wo es gänzlich aufgeräumt und beruhigt zugeht. Fast schon ein Kurort.

Karte Entlang der Bille von Aumühle nach Wohltorf

Entlang der Bille. Die beiden * zeigen die Punkte, an denen ich fotografierte.

Nach einem kurzen Stück über der Landstraße ging es nach Querung der Bille links in den Wald, wo ich einem schmalen Pfad immer entlang des Flußlaufs folgte. Die Bahnstrecke der Hamburg-Berlin-Bahn musste ich auch noch passieren. Die Bille zur linken Hand bot in ihrem steil eingelassenen Bett schon einige vielversprechende Motive, doch wollte ich als erstes an den kleinen Steg, den ich schon das letzte Mal entdeckt hatte. Hier baute ich die Kamera auf und hoffte auf eine größere Wolke, die die teils intensive Sonne verdecken sollte. Ich musste ein gutes Stück warten.

Die Bille bei Aumühle. Aufnahme direkt auf 4x5 Fotopapier.

Die Bille bei Aumühle. Aufnahme direkt auf 4×5 Fotopapier.

Hier das Ergebnis, wie ich es einige Tage später der Entwicklung entnahm. Die so geheimnisvoll wirkende Stimmung, die sich stark von dem Eindruck der digitalen Aufnahme (s.o.) abhebt, war keineswegs beabsichtigt, sondern Resultat der schwierigen Belichtungsmessung.

Durch die Wasserfläche konnte ich nicht, wie sonst üblich, eine Lichtmessung innerhalb des Bildfeldes hin zur Kamera vornehmen, sondern musste von der Brücke aus eine Schätzung vornehmen. Lichtwert 6 schlug mir der Belichtungsmesser vor, LW 5.6 eine App auf dem Handy und LW 5.7 eine Messung mit der Graukarte. Ich nahm zur Vorsicht LW 5, aber auch das erwies sich, wie hier zu sehen ist, als zu wenig.

Mit der Kamera an der Bille bei Aumühle

Mit der Kamera an der Bille bei Aumühle

Ein stückweit die Bille abwärts, bei Wohltorf, gelang mir dann eine bessere Aufnahme, die meiner Vorstellung eines eher kontrastarmen Bildeindrucks wesentlich näher kam.

Zurück nach Bergedorf

Dass ich nach 2 Aufnahmen einsteckte, lag daran, dass ich heute, am Tag des offenen Denkmals, noch in Bergedorf eine Station erkunden wollte, die dortige Sternwarte. Die Rückreise gestaltete sich weniger erfreulich. Erste kippte ich im Wald mit dem Rad um, wobei mir die Kette absprang, dann wurde ich bei Wentorf auf eine unangenehme Schnellstraße umgeleitet, die ich bei eingehenderer Ortskenntnis hätte vermeiden können. Kurz vor der Schließung, um 18:00, kam ich an der Sternwarte Bergedorf an.

Gelände der Sternwarte Bergedorf

Gelände der Sternwarte Bergedorf

Trotz der wenigen mir verbliebenen Zeit konnte ich einen ersten Einblick in das große, parkähnlich angelegte Grundstück mit einer Vielzahl von Beobachtungsstationen gewinnen. Da die Instrumente, zwischen 1910 und 1950 erbaut, heute nicht mehr dem Stand der Forschung entsprechen und daher keine wissenschaftliche Astronomie mehr dort betrieben wird, verfällt das einmalige Ensemble und muss von einem Förderverein erhalten werden. Dass sich dabei insgesamt eine hauchartige Patina über alle Gebäude gelegt hatte, gefiel mir sehr und nötigte mir die Verpflichtung ab, einen erneuten Besuch ins Auge zu fassen.

Abschluß dieser Tour wiederum bei einem Imbiss am Bahnhof Bergedorf.

  

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