Von Ahrensburg nach Rahlstedt

Im Stellmoorer Tunneltal

Im Stellmoorer Tunneltal

Meine Pläne, ein kleines Haus-Zuhause für mich zu finden, bekamen am Mittwoch neuen Auftrieb, als ich im Netz auf einer der einschlägigen Immoseiten eine ansprechende Liegenschaft am Rande von Ahrensburg fand. Nach einiger Überlegung beschloß ich heute, dort vorbei zu fahren.

Der Anreiz speiste sich aus zweierlei Gründen. Zum einen ist Ahrensburg von den Gemeinden im Nordosten Hamburgs durch die Bahnlinie wesentlich besser angebunden als Volksdorf und Ohlstedt, die an der quälend langsamen U1 hängen. Vom Hauptbahnhof Hamburg braucht ein Regionalexpress nach Ahrensburg unter der Woche nur 15 Minuten. Das ist weniger als manches Ziel im Westen Hamburgs. Zum anderen schien das im Netz angebotene Objekt nicht den üblichen Klötzchen mit Hüpfburg davor zu entsprechen, die in solchen Gegenden, den familientauglichen Standard bilden und für mich aus verständlichen Gründen nicht in Frage kommen.

Hausanreiz in Ahrensburg

Hausanreiz in Ahrensburg

Allerdings ergab schon die erste Recherche, dass dieses nette Anwesen gut 2.4km vom Bahnhof Ahrensburg entfernt war. Mit dem Fahrrad, das ich in der Regionalbahn mitführen konnte, keine unüberwindliche Strecke, zu Zeiten von Regen, Kälte, Dunkelheit derweil ein größeres Hindernis. Der nächste Nahverkehr etwa 1km entfernt. Wer würde mich da besuchen kommen?

Zweites Hindernis: so liebreizend das kleine Haus unter den alten Bäumen am Ende der Straße, die danach die Bahnlinie überquerend in freie Feld führte, angelegt war, sein äußerer Zustand schien bedenklich. Ein Teil der Garage wirkte schon eingefallen. Größere Renovierungsarbeiten schienen hier unausweichlich.

Durchs Stellmoorer Tunneltal

Nachdem ich so vor Ort schon vorläufig Pro und Kontra erwogen hatte, begab ich mich auf den zweiten Abschnitt meines heutigen Ausflugs, der mich durchs Stellmoorer Tunneltal führen sollte, eine ganz entzückende Wildnis, die sich unmittelbar unterhalb meines Besichtigungsorts anschloß.

Am Waldrand (Stellmoorer Tunneltal)

Am Waldrand (Stellmoorer Tunneltal)

Auf anfangs sehr schmalen Wegen, die durch beinahe urwaldliches Gestrüpp wiesen, kam ich später aufs offene Feld, das sich in zarten Hebungen und Senkungen in Richtung Rahlstedt ausdehnte. Im letzten Abschnitt wieder ein struppiges Waldgebiet. Alsbald dann die ersten Anzeichen von Siedlung und städtischer Verdichtung. Einige Villen auf parkähnlichen Grundstücken, für die Rahlstedt auch bekannt ist, bevor dann rund um den Bahnhof die architektonische Wüstnis eintrat, für die Rahlstedt auch bekannt ist. Dort fand ich noch einen Imbiss, bevor ich die Regionalbahn nach Hamburg nahm.

  

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