Erwartungszeiten – Das Seminar im Juli

Im Küchenradiostudio am 13.7. 2018

Im Küchenradiostudio am 13.7. 2018

In der heutigen Radiosendung dachte ich an den 13.7. 2012, an dem ich ebenfalls im Radio sprach und mich damals in Erwartung meines sechswöchigen Aufenthalts in Hamburg im Künstlerhaus Frise befand, der schließlich den Beginn eines Lebensabschnitts markierte, den ich immer noch aushalte.

Zu Anfang musste ich noch über einen schrecklichen Ärger am heutigen Tag hinwegkommen. Ein Pakat an mich, das in einer Paketstation abgelegt werden sollte, landete bei einer Filliale, bei der ich letztlich zweimal aufschlug, ohne in den Besitz dieses Paketes zu kommen. Denn mir fehlte, so die Auskunft, eine Packstationkarte, die mich als Adressaten legitimieren sollte. Ein Personalausweis reiche nicht. Ich war fassungslos. Jetzt wird das Paket, dessen Inhalt zu meinem kommenden Aufenthalt in Schweden beitragen sollte, wieder zurückgeschickt. Wenn ich bis dahin den Eindruck hatte, DHL wäre noch einigermaßen OK, muss ich diesen Eindruck wohl revidieren.

Im weiteren Verlauf der Sendung bin ich dann in der Erinnerung zu den Erwartungen zurückgegangen, die ich damals im Juli 2012 hatte, welche Vorstellungen ich von Hamburg hatte und natürlich auch die Frage, ob ich mich damals nach dem ersten Aufenthalt anders hätte entscheiden können. Was wäre dann aus mir geworden? Zwischendurch kam noch ein Einschub zu meiner aktuellen Lektüre, Kulturinfarkt (nebenbei, – auch in 2012 erschienen), der sich sicherlich durch die Reflektion auf die desolate Lage staatlich geförderter Projekträume, in Hamburg, wie in Frankfurt, motiviert hatte.

Die Aufzeichnung von vor 6 Jahren findet sich als MP3 noch hier im Archiv und die heutige Sendung als Video auf Youtube.

Nächste Sendung auf Radio X voraussichtlich am 10.8. 2018

  

2 Gedanken zu „Erwartungszeiten – Das Seminar im Juli

  1. Sabine

    Lieber Stefan,
    ich als Teil Deines Publikums finde es nach wie vor schade, dass Deine Sendung so ein One-Way-Ding ist… … ich habe/hätte immer noch dieselben Fragen an Dich bezüglich Deiner Haltung eines Publikums gegenüber, Deiner Haltung Deiner eigenen Entwicklung gegenüber… nur eins dazu: „Reset“… Neuanfang…? Neuer Ort…? In Anbetracht der Tatsache, dass man sich immer mitnimmt, wie es so schön heißt: warum nicht genau damit weiter arbeiten, mit der Erfahrung, mit allen Desillusionierungen auch…? Warum das nicht als einen Schatz begreifen, den man in sich hat, egal, wo man sich befindet? Ich würde mich wirklich gern noch mal persönlich mit Dir austauschen…

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