Industriegebäude Nartenstraße Harburg

Mit der Kamera vor der New-York Hamburger-Gummi-Waaren Compagnie in Harburg // -fotosetup 5553

Mit der Kamera vor Ort

Auf dem Rückweg vom Kiosk Blohmstraße kam ich an diesen düsteren und ebenso beindruckenden Fabrikgebäuden an der Ecke Neuländer-/Nartenstraße vorbei und obwohl ich eigentlich mein ‚Pensum‘ Fotografie für den Tag erfüllt zu haben glaubte, entschloss ich mich noch zu einer letzten Aufnahme im Großformat.

Gebäude der New-York Hamburger-Gummi-Waaren Compagnie in Harburg // 01-industriehalle-17-06-18-b PNG

Gebäude der eh. New-York Hamburger-Gummi-Waaren Compagnie

Hier kommt das schmale 3×5 Format zur Geltung. Wiederum musste ich eine gute Weile warten, bis ich keinerlei Verkehr im Bild hatte.

Dass es sich an dieser Stelle um ein bedeutendes Industriedenkmal handelte, wurde mir erst bei den nachfolgenden Recherchen zum Bild deutlich. Aus einem Schreiben des Denkmalschutzamts:

„…ist die Harburger ,Gummi-Kamm-Compagnie’ von Dr. Heinrich Traun & Söhne ein sehr bedeutendes Denkmal. Es ist Aufgabe des Denkmalschutzamtes, sich für den Erhalt unseres baukulturellen Erbes einzusetzen und hierfür zusammen mit den Eigentümern Lösungen zu finden.

Die ,Harburger Gummi-Kamm-Compagnie’ oder auch New-York Hamburger-Gummi-Waaren Compagnie wurde 1856 erbaut und 1866 nach einem Brand neu aufgebaut. Es handelte sich um eine der größten und eindrucksvollsten Industrieanlagen in Hamburg, architektonisch geprägt durch die Einflüsse der hannoverschen Bauschule. Durch ihre Lage kommt ihr eine herausragende städtebauliche Bedeutung zu. Sie steht exemplarisch für das Zeitalter der Industrialisierung, das diesem Bereich von Harburg in besonderer Weise formte und mit den anderen verbliebenden Gebäuden und Anlagen das Bild des Harburger Binnenhafens bis heute prägt.“ (Quelle)

Gleichzeitig soll das Mauerwerk mit krebserregendem Nitrosaminen aus der früheren Gummiproduktion verseucht sein. Eine erträgliche Nutzung scheint daher schwer vorstellbar. Folglich der schon langjährige Leerstand. Ein Interessent aus der Schweiz soll wieder abgesprungen sein. Neuerdings wird der Plan eines Hamburger Investors favorisiert. Quellen dazu hier und hier. Von Interesse hier noch Aufnahmen aus dem Inneren des Gebäudes.

  

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