Im Nebel, Schnee und Matsch von Reinfeld nach Bad Oldesloe

Hinter Reinfeld Auf den nebeligen Wald zu

Auf den nebeligen Wald zu

Die kleine Tour an die Trave im letzten Frühjahr war ja nur als erste Erkundigung der größeren Wegstrecke gedacht, die ich heute in Angriff nehmen wollte. Die Nr. 20 in meinem Reiseführer, auf dem Stormarnweg von Reinfeld nach Bad Oldesloe.

Der morgentliche Nebel, den ich gegenüber Sonne schon im Hintertreffen sah, war mir anfangs nur eine atmosphärische Störung, wie auch der Schnee, den ich in immer größeren Mengen auf den Feldern hinter Hamburg bemerkte, und eher begrüßte als winterliches Kleid, denn als ernsthafte Beeinträchtigung.

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, als ich erst die festen Wege und das gesichtslose Reinfeld hinter mir gelassen hatte, dass der Schnee mit den Niederschlägen der letzten Tage das Erdreich gründlich erweicht und vollgesogen hatte. Schon auf den ersten Metern drohte ich im Matsch zu versinken.

Über das endlose Feld

Über das endlose Feld

Ich konnte von Glück sagen, dass das Attribut „wasserdicht“ meiner Outdoorschuhe kein haltloses Versprechen war, sondern hier, sofern ich im Schlamm einsank, das Schlimmste verhinderte.

Der Nebel, der dann noch nicht weichen wollte, sondern fest und dick in der Landschaft hing, tat seinen Beitrag, die Erschwernis und die Orientierungslosigkeit zu vergrössern. Von ferne schnarrte die Eisenbahn und ohne Smartphone und Maps wäre es mir schlechter ergangen.

Nebeliger Wald, das Steinkampsholz

Nebeliger Wald, das Steinkampsholz

An zwei Stellen erhob sich der Weg aus den sumpfigen Niederungen zu einem Waldstück, das dann festen Untergrund und eine fast märchenhafte Stimmung bot, fast als Entschädigung für das mühselige Fortkommen im Matsch.

Fast am Ziel

An der Trave

An der Trave

Durch den raum- und zeitlosen Nebel erreichte ich früher als gedacht, nach gut 2½ Stunden die Trave bei Sehmsdorf, etwa genau dort, wo ich im April des letzten Jahres umgedreht war. Hier verkündete ein Schild samt Schranke, dass der folgende Uferweg entlang der Trave unpassierbar sein würde, weswegen ich dann, wie auch zuvor, hoch zur Bundesstraße lief und ihr ein Stückweit bis zum Ortseingang von Bad Oldesloe folgte.

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Hier gelangte ich an die Trave zurück und nahm die letzten Meter ins Zentrum der Stadt auf. Die Suche nach einem ansprechenden Imbiss gestaltete sich schwieriger als gedacht, bis ich schließlich für eine Portion Pommes bei einem recht schmucklosen Döner landete und etwas später noch auf einen Tee in einer Backstube im Bahnhof. Mir fröstelte doch zum Abschluß ein wenig und heim dann im Regionalexpress nach Hamburg.

Komm mit!

Ich gehe fast jeden Sonntag spazieren oder wandern.

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2 Gedanken zu „Im Nebel, Schnee und Matsch von Reinfeld nach Bad Oldesloe

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