Knirsch

Verpackte Skulptur im Park Sanssouci

Verpackte Skulptur im Park Sanssouci

Über das Wochenende mußte ich meinen Neffen betreuen, während sich meine Schwester und ihr Mann dankbar kinderfreie Tage gönnten. Nebenbei auch noch meine Mutter gesehen. Das nahm mich in Anspruch.

In Stichpunkten:

Mein Neffe war zum Glück recht pflegleicht. Ohne Eltern galt sein einziges Interesse dem Minecraft-Spiel, das seine Aufmerksamkeit bis zur Erschöpfung der Batterie fesselte.

Von Berlin hatte ich wenig. Bin nur am Freitag vormittag kurz in die Stadt gefahren. Der Bücherbogen entbehrte neuer Gartenbücher. Am Nachmittag dann meine Radiosendung nach Frankfurt übertragen. Abends auf Netflix The Shining geguckt. Ton leise, damit mein Neffe nicht verstört wurde.

Am Sonntag mit Neffen zu Götz nach Zehlendorf. Wir hatten nach anfänglicher Ankühlung viel Spaß mit einer Kinderwaschmaschine von Miele. Zwei Socken passten da hinein. Der ‚Waschgang‘ dauerte kaum eine Minute. Als guter Kompromiss erwies sich dann das Alliierten Museum in Dahlem. Ich mochte besonders die Ausstellung ‚100 OBJEKTE. Berlin im Kalten Krieg‘. Da sah man ua die Reste eines Spionagetunnels, den die Amerikaner in den Sovietsektor hinein getrieben hatten, um eine wichtige Telefonleitung anzuzapfen.

DDR-Karte von 1989 ohne Westberlin

DDR-Karte von 1989 ohne Westberlin

Auch vollkommen verblüffend diese DDR-Karte von immerhin 1989, auf der Westberlin nur ein grüner Fleck ist.

Montag nachmittag mit meiner Mutter im herbstlichen Park Sanssouci. Jetzt packen sie wieder ihre Skulpturen wintersicher in graue Holzkisten.

‚Knirsch‘, übrigens, hörte ich zum ersten Mal bei einer Freundin meiner Schwester, die mit hörbar ostdeutschem Akzent sprach. „Spätestens um 5 bin ich knirsch.“ Den Begriff kann ich noch nicht.

  

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