Ferienlektüre

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Teetisch mit Lektüre

Auch dieses Mal habe ich mir einiges an Lektüre eingepackt, denn die Zeit auf der Hütte ist immer die beste Lesezeit.

Lyotard, Das postmoderne Wissen

Vielleicht als Student flüchtig angelesen. Ich war überrascht, wie eng Lyotard den Begriff der Postmoderne auf die Legitimation wissenschaftlicher Erkenntnis reduziert. Von dem, was ich den eigentlichen Kern der Postmoderne bislang verstand, nämlich den Wegfall des Signifikats zugunsten des Signifikanten (Baudrillard), keine Spur im Text. Jedenfalls nicht explizit.

Lyotard, Grabmal des Intellektuellen

Der Titel irreführend. Eine Aufsatzsammlung, deren erster Beitrag so heißt. Schwankende Qualität.

Axel Honneth, Verdinglichung

Flüssig und gut geschriebene Auseinandersetzung mit einem Kernbegriff linker Theorie im 20. Jahrhundert. Ausgehend von Lukács über Heidegger, Dewey zu Horkheimer/Adorno. Honneth ist recht pessimistisch, ob sich Verdinglichung in der von Lukács vorgebrachten Idee überhaupt feststellen lässt.

Jennifer Egan, Emerald City

Und zum Schluß noch ein Stück Belletristik. Wie ich auf Jennifer Egan kam, weiß ich nicht mehr genau. Jedenfalls ein Teil meines Plans, mehr von Autorinnen der Gegenwart zu lesen. Kurzgeschichten, die vorwiegend von Paaren vor und nach der Trennung handeln. Teils aus der Perspektive der betroffenen Kinder. Ein wenig traurig. Auch das ein Aspekt der Postmoderne. Denke, ich könnte dennoch demnächst einen Roman von Egan in Angriff nehmen.

  

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