Auf dem Deich hinter Wedel

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Die Elbe und Marschland hinter Wedel

Das Wetter wurde nicht so schlecht, wie angekündigt. Da hätte ich vielleicht doch an die See fahren können, was meiner angegriffenen Gesundheit gut getan hätte. Stattdessen wählte ich Wedel, in der Hoffnung wenigstens abgeschwächten Seewind abzubekommen.

Vom Bus 189 am Schulauer Hafen abgesetzt, gelangte ich umstandslos auf den Elbehauptdeich, dem ich dann nur noch gen Norden folgen brauchte. Auf dem Deich ist angenehm kein Asphalt mehr und die Aussicht weit zur Elbe hin, die manchmal nur am Rande des Vorlandes zu erahnen ist, und nach der anderen Seite hin ins Haseldorfer Marschland (so heißt das wohl).

Für die Fotografie war das nicht einfach, den enormen Raumeindruck einzufangen. Vielleicht am besten mit einem Panaromabild gelungen, das man aber richtig groß ansehen muss.

Deichland Panorma

Deichland Panorma

Dem Wind, der geradewegs von vorne blies, stapfte ich so stoisch entgegen, Strecke gewinnend in einer Landschaft, die arm an Orientierungspunkten ist. Nach etwas mehr als 1 Stunde erreichte ich die Abzweigung nach Hetlingen, die mein Wanderführer mir anwies. An einem stinkenden Klärwerk (‚Abwasserzweckverband Südholstein‘) vorbei auf das eingedeichte Dorf zu.

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Auf Hetlingen zu

Hetlingen, Häuser vorwiegend entlang der Hauptstraße aufgereiht, bot kaum Zerstreuung. Ein Gasthof, immerhin. Einkehr wäre also möglich gewesen, doch wollte ich den nur alle 2 Stunden fahrenden Bus erreichen. Plakate kündeten von einem Weihnachtsmarkt auf einem Schulhof. Die Schule ist wahrscheinlich mal in den 1970ern außerhalb des Dorfes errichtet worden. Ich fand sie nicht und nahm daher den Bus zurück nach Wedel.

In Wedel noch einen Glühwein auf dem kleinen Weihnachtsmarkt am Bahnhof. Dann S-Bahn in der Dunkelheit, – es war kaum 5 -, nach Hamburg.

  

3 Gedanken zu „Auf dem Deich hinter Wedel

  1. dirk

    Meiner Meinung nach sind die Wedeler Elbmarschen nur mit dem Rad im Sommer zu geniessen. Sonst ist mir das dort zu trist und stürmisch. Auf die langweiligen 30km bis nach Glückstadt hab ich auch nur max. zweimal im Jahr Lust. Die Rückfahrt auf der anderen Elb-Seite ist da weitaus interessanter. Die Elbmarschen sind für Vogelkundler vermutlich am spannendsten. Wobei ich die Carl-Zeiss-Station noch nie besichtigt habe. Der Planeten-Lehrpfad begeistert auch nur beim aller ersten Betrachten. Versuch doch mal mit dem Bus nach Seestermühe zu fahren. Dort fahre ich z.B. gern am Gut Seestermühe vorbei und überquere die Krückau mit der „kleinsten Fähre Deutschlands“. Auf der anderen Seite kann man dann einkehren. Betriebszeiten sind jedoch nur von Mai bis Oktober..

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    1. Stefan B. Adorno Beitragsautor

      Hi Dirk,

      das war auch mein Eindruck so. Im Winter und zu Fuß gerade noch so zu ertragen. Das Gut Seestermühe klingt interessant. Das werde ich gerne mal anschauen. Danke für den Hinweis.

      Lg
      Stefan

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