Auf bunten Pfaden

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Im Wald bei Falkenstein

Glück gehabt, den herbstlichen Spaziergang bei Falkenstein vom vorherigen auf diesen Sonntag verschoben zu haben. Schon am Morgen strahlte die Sonne bei mir ins Zimmer.

Wenngleich der Endoktober die Zeit ist, in der das Laub am kräftigsten leuchtet, hatte ich den Eindruck, als sei die Färbung nicht ganz so weit fortgeschritten, wie in diesen Tagen im letzten Jahr. Der ungemein warme September wird seinen Beitrag dazu geleistet haben.

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Sonniger Waldweg oberhalb des Elbufers

Mit der Zeitumstellung hatte ich eine Stunde gewonnen, die ich zum Abschluß der Strecke dazu nutzte, mich noch ein wenig in Blankenese herum zu treiben. (Wie bekannt, mag ich die brave, bürgerliche Stimmung dieses Vororts.)

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Eh. Pinnau Villa, Baurs Park 3

Die Ecke Baurs Park war mir bis dahin nicht geläufig, so dass ich eher durch Zufall ein Foto der eindrucksvollen Villa aufnahm, die ich erst später als ein Werk, – sein letzter Wohnort -, des Hamburger Architekten Cäsar Pinnau identifizierte. Dass ich auf der Rückseite des Gebäudes auf eine größere Radgruppe stiess, machte mich dann stutzig. Es musste eine Führung des Altonaer Museums gewesen sein, das gerade in einer Ausstellung Cäsar Pinnau als ‚umstrittenen Architekten‘ behandelt.

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Blick nach Westen über die Elbe zum Blankeneser Fähranleger

Unbestritten hatte der Herr Pinnau einen spektakulären Blick über die Elbe, der aber etwas unterhalb des Anwesens auch Normalmenschen erlaubt ist.

  

2 Gedanken zu „Auf bunten Pfaden

  1. WafSchaz

    Brave, bürgerliche Stimmung, da bekomm ich eine Gänsehaut und Bauchkrummeln. Gerade Blankenese aber davon abgesehen ist die Landschaft und Natur sehr schön da.
    Ja der Herbst setzt später ein und das Herbstlaub lässt sich Zeit. Aber jetzt kommt der Frost, dann geht’s Razfazz und die Bäume sind Nackt. Und das graphische der Äste und Baumkronen bleibt um sich daran zu erfreuen. Und damit auch der Kargheit des Novembers. Wäre gerne noch durch einen Herbstwald gewandert aber komm leider nicht dazu.

    Fand ich neulich bei Instagram, allerdings nur bis „schreibt“.
    „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie nieder und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere zu dokumentieren.“ Khalil Gibran – Sand und Schaum, Sand and Foam, 1926

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  2. Stefan B. Adorno Beitragsautor

    Ja, WafSchaz,

    da sind wir uns wenigstens über die Natur in Blankenese einig. Oder eher die kultivierte Natur, die Parklandschaft dort. Denn so richtig Natur gibt es da ja noch nicht.

    Ehrlich das Zitat von Khalil Gibran leuchtet mir nicht ganz ein. Man kann natürlich mit sinnlosen Gedanken Papier verschwenden, das kommt leider oft genug vor. Aber es gibt auch Beispiele für das genaue Gegenteil. Mit fällt da gerade ‚Gravity’s Rainbow‘ von Thomas Pynchon ein. Über das schrieb ein Kritiker: Don’t mourn the trees. Read the book!

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