Uwajima 1996

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Selbst am großen Phallus von Uwajima

Heute vor 20 Jahren bin ich auf meiner zweiten Japanreise in Uwajima angelangt, einem kleinen Flecken an der Westküste der Insel Shikoku.

Der Ort wäre kaum einen Besuch wert, wenn sich dort nicht einer der letzten Shinto-Schreine befände, der der Sexualität und Fruchtbarkeit gewidmet ist. Der Taga-Schrein.

Im alten Japan herrschte an solchen Schreinen kein Mangel. Man könnte sogar alle Schreine darunter zählen, denn Shinto war im Grunde immer ein Fruchtbarkeitskult.

Mit der Hinwendung zum Westen im 19. Jahrhundert und spätestens mit der amerikanischen Besatzung nach dem 2. Weltkrieg hat man sich dann solcher Kultstätten entledigt und auf einen entleerten Ritus zurückgezogen. Nur in entlegeneren Gebieten, wie eben Shikoku, haben sie sich als ein Kuriosum noch erhalten. (Einige weitere Beispiele finden sich in dem Buch ‚Roadside Japan‚ von Kyoichi Tsuzuki dokumentiert.)

  

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