Das private Kunstkabinett

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Zimmergalerie mit Fotografien von Sven Schumacher

Neulich war ich schon mal da. Und gestern war ich wieder da. Bei Herrn Schocke, der gelegentlich in seiner Privatwohnung ein Zimmer frei räumt und Künstlern zur Präsentation ihrer Werke zur Verfügung stellt.

Eine sehr löbliche Angelegenheit.

Der Zugang zur Kunst ist ein intimer, und mehr noch, die mögliche Diskussion der Kunst und verwandter Themen findet in einem geschützen Rahmen statt, der einen freimütigen Austausch der Gedanken erlaubt.

Küchengespräche

So war ich in der kleinen Küche bei Schmalzbroten und Gurken bis weit nach Mitternacht mit mehreren fremden Menschen in ein Gespräch über den Sinn der Kunst verwickelt, und insbesondere der Frage, ob ihre Ausübung Entbehrungen materieller Art erlaubt. In einer Intensität, die mir in letzter Zeit selten begegnet ist.

Das hat mir außerordentlich gut gefallen. Und ich freue mich schon auf einen nächsten Besuch bei Herrn Schocke.

http://www.co-schocke.de/

Nun noch zu meiner Position: ich denke, dass Armut unter Künstlern weder Ausdruck persönlichen Unglücks noch Versagens ist. Sondern systemimmanent. Wie schon von Hans Abbing dargestellt.

Daher kann ich es nicht gutheissen, meine materielle Lage als gegeben oder sie als kreative Chance, meine vermeintliche Freiheit zu bewahren anzusehen. So wie es eine Dame durchaus vehement und eindrucksvoll vertreten hat. Lieber die Kunst aufgeben.

  

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