Neue Nachricht von: Offspaces

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Katalog Vierwändekunst aus Düsseldorf

Seit Jahren ist wieder mal ein Wort in gedruckter Form von mir erschienen. Im Katalog Vierwändekunst ein Aufsatz zur Perspektive von Offspaces („Wer braucht heute noch Offräume?“).

Vierwändekunst war ein Festival in Düsseldorf 2010, das die dortige Offspaces-Szene dokumentierte. Der Katalog dazu wurde jetzt erst publiziert. Aber das Warten hat sich gelohnt. Layout und Druck (in zwei Sonderfarben) sind ganz exquisit geworden.

Neben der Darstellung beispielhafter Düsseldorfer Offspaces finden sich einige theoretische Erörterungen zur Theorie und Praxis alternativer Kunsträume. Gerne hätte ich noch mehr über die Finanzen der Projekte erfahren. Das bleibt leider fast komplett ausgeblendet, wenngleich immer wieder betont wird, die Stadt Düsseldorf sei stolz auf ihre Kunsträume. Was lässt sie sich diese kosten? Welchen Anteil tragen die BetreiberInnen selbst zu ihrer Arbeit bei?

Typologie der Off-Räume

Der Beitrag von Emmanuel Mir besticht neben einer typologischen Einordnung in Bühnen-, Brücken- oder Nischen-Räume durch eine recht skeptische Einschätzung der Leistungen solcher Kunstprojekte. Sie seien im Wesentlichen unpolitisch:

Wir haben es hier mit Künstlern zu tun, die in erster Linie ihre Kunst zeigen wollen. Sie suchen nicht nach alternativen Lebensformen oder nach einem aktiven Dasein in der Polis.

Sein Fazit lautet:

Die Düsseldorfer Off-Spaces sind alternative Kunsträume, in denen keine Alternative zur Kunst gezeigt wird.

Gleiches könnte ich auch über Frankfurter oder Hamburger Kunsträume sagen.

Leider ist diese vorbildliche und lesenswerte Publikation (noch) nicht allgemein erhältlich. Wer Interesse an einem Exemplar haben sollte, wende sich über die Kontakt-Seite an mich.

  

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