Ironman – performatives Bügeln bei 2025ev

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Bügeln für die Kunst

Die ganze Woche schon habe ich mich auf 2025ev gefreut, nachdem ich letzte Woche krankheitshalber passen musste. Den langen Tag über sah das Wetter passabel aus; nur, als ich kurz nach 21:00 das Haus verlassen wollte, kam ein Regen runter. Der hielt mich nicht lange auf. Ich verspürte einen Drang.

Ich sah einem Mann (Kerim Seiler) mit nacktem Oberkörper beim Bügeln von Laken zu. Unter dem Bügelbrett war ein Kontaktmikrofon versteckt, das die allfälligen Umstände des Plättens in schabende, schleifende, schnaubende Geräusche übersetzte. Jedes Laken wurde im Anschluß ordentlich an einer Leine aufgehängt.

Das fand ich nicht übermässig originell. Performances mit Bügeleisen kommen da und dort vor. Ihr meditativer Charakter lässt die Gedanken treiben.

Direkt am Ende dieser Vorstellung, die ich auch als eine Art der Farbfeldmalerei bezeichnen könnte, setzte vehemente Diskomusik ein und zerstörte die kommunikative Stille, die ich ansonsten bei den Veranstaltungen von 2025ev so schätze. Nachtschwärmer kamen hinzu. Es wurde Party.

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Vor der Rampe von 2025ev

Dass schliesslich auch B. auftauchte, zog mich schwer zu Boden. Irgendwann musste es ja kommen. Unvermeidlich, wenngleich voll Schmerz. Es tat so weh.

  

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