Uber Hotel

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Vor der Hotel Hamburg Lobby, Grindelallee 117

Was Uber für die Taxibranche ist, ist Hotel Hamburg, das jüngste Projekt von Jan Holtmann, für die Hotelbranche. Nein, schön wärs.

Leider handelt es sich bei Hotel Hamburg nicht um einen Angriff auf die Hotelerie, sondern nur um ein Angebot zum charmanten Zimmertausch. Wer den Mut dazu aufbringt.

Pikanterweise wird dieses Projekt (mit 63.000 €) aus dem Elbkulturfonds finanziert, der sich wiederum aus der in Hamburg seit 2013 erhobenen Kultur- und Tourismustaxe speist. Also mittelbar von den Hotels der Hansestadt selbst.

Damit ist kein Interessenkonflikt markiert. Hat noch das Vorgängerprojekt, das Künstlerhotel Openroom ein sehr reales Problem angesprochen, nämlich die oftmals schwierige Wohnsituation von Künstlern in fremden Städten, so richtet sich Hotel Hamburg weder gegen die Hotelbranche, noch problematisiert es Leben und Wohnen in einer Stadt wie Hamburg, die von extremer Knappheit an bezahlbarem Wohnraum charakterisiert ist.

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Hotel Hamburg Lobby, ein wenig plüschig

Daran ändert auch das teils skurrile Beiprogramm (Kegeln in der Kulturbehörde) nichts. Um die Metapher „Hotel“ gruppieren sich allerlei nette Events, deren Genuß wenig Aufwand oder Mut zu besonderer Resistenz verlangt. Da wird nichts besetzt oder in Frage gestellt. Man geht hin und fühlt sich wohl, oder auch nicht.

Hotel Hamburg bleibt leider hinter meinen Erwartungen zurück. (** von ***** Sternen)

  

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