Mein Leben

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Selbst am Fähranleger Teufelsbrück, 11.6. 2014

Neulich hörte ich im Radio eine Filmbesprechung. Die fing etwa so an:

Thomas ist seit 15 Jahren glücklich verheiratet und hat 2 Kinder. Auf einem Kongress trifft er die erfolgreiche Schriftstellerin Eva und beginnt mit ihr eine heiße Affäre. Sein Leben gerät aus der Bahn…

Da dachte ich, das könnte mir nicht passieren. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass irgendetwas in meinem Leben unbewußt fehlte und darauf wartete ausgelebt zu werden.

Mein Leben ist zwar ein ziemliches Desaster, aber es passt. Ich denke gelegentlich darüber nach, ob ich nicht einen anderen Weg hätte einschlagen können. Darüber kommt mir manchmal Zweifel auf. Aber in eben diesem Zweifel existiere ich auch und könnte eine Entscheidung treffen.

Ich denke, das ist in allem Unglück auch eine Stärke. Mein Vater, der ein bürgerliches Leben führte, hatte Neigungen, die er offensichtlich nicht ausleben konnte. Dass es mir darin besser geht, ist nicht die schlechteste Erkenntnis.

  

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