Frantz Fanon lesen

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In Teufelsbrück

Die Tage in einem Bücherstapel an der Straße ein Buch über Frantz Fanon gefunden. Das ist sehr ungewöhnlich. Fanon dürfte – ähnlich Thoreau – zu den weithin bekannten Unbekannten gehören. Oft im Mund geführt, aber wenig gelesen.

Um so mehr ein Grund, bei angeschlagener Gesundheit, einen Blick in diese, aus den 1970ern stammende Einführung zu werfen.

Am Denken und an der Person von Fanon fasziniert mich, wie er mit dem von ihm selbst verkörperten Zwiespalt umgeht, Farbiger, antikolonialer Denker und europäisch geprägter Intellektueller zu sein.

Zugunsten einer universalen Befreiung wendet sich Fanon in Schwarze Haut, weiße Masken von der Négritude-Bewegung ab, die vorher sein politisches Denken stark bestimmt hat. Ihrer Rückbesinnung auf die afrikanischen Kulturen zur Entwicklung eines schwarzen Selbstbewusstseins hält er entgegen, dass die präkoloniale Vergangenheit nicht als Muster für die künftige soziale Umwälzung herangezogen werden kann. […] Zu diesem Zeitpunkt ist für Fanon noch eine Emanzipation des Schwarzen im Rahmen der französischen Nation denkbar: „Wir Farbigen weigern uns, Außenseiter zu sein, wir nehmen voll und ganz teil am Schicksal Frankreichs.“ (Wikipedia)

  

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