Müllsafari

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Im Gespräch mit Anwohnern in Ottensen. Haben Sie Müll zu verschenken?

Kommunikative und partizipative Projekte sind ja nach meinem Geschmack. So habe ich wichtige Emails aufgeschoben und an der Müllsafari mit Loukia Richards in Ottensen teilgenommen. Im Rahmen der Altonale.

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Die Punks in der Ottenser Hauptstraße sind gut drauf.

In einer kleinen Gruppe durch die Straßen zu ziehen und Anwohner, Geschäftsleute und Passanten nach verwertbarem Müll zu fragen, hat Spass gemacht und war nicht allzu schwierig.

Aus der Sammlung sollte dann im Anschluß ein Teppich gestrickt werden. Dazu kam es aber nicht, denn die Künstlerin entschied kurzerhand, dass wir an einer Decke mit Motiven aus der Odyssee sticken sollten.

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Sticken an der Odyssee

So recht erschloss sich das nicht für mich. Das war wohl ein Parallelprojekt.

Schließlich, der Zeitrahmen des Projektes machte mich nervös. Es begann um 15:00 und war gegen 20:00 immer noch nicht zu Ende. Alle Freude daran beiseite gestellt, wer kann sich das leisten? Ich konnte zwei Teilnehmerinnen befragen. Die eine war krank geschrieben, die andere Lehrerin (50%). Ich selbst bin momentan ohne Arbeit, könnte mir daher die Zeit frei einteilen, doch Kommunikation im Internet verlangt über den Tag verteilt ihren Tribut. 5 Stunden unter Tag einem Kunstprojekt zu widmen ist auch für mich hart an der Grenze.

Das ist Kunst. Alle geben ihre Zeit. Niemand zahlt, niemand wird bezahlt.

  

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