Kunst in Hamburg – eine subjektive Karte

Kunst in Hamburg eine subjektive Karte wichtiger Orte, Personen und Projekte, Juni 2014

Wie ich Kunst/Projekte in Hamburg wahrnehme

Jetzt bin ich schon eine Weile in Hamburg und dachte mir, ich könnte mal eine Karte zeichnen, wie sich Kunst in Hamburg aus meiner subjektiven Sicht darstellt. Hier das Ergebnis.

Eine Art Radarschirm, auf dem die einzelnen Projekte wie Planeten von den Monden ihrer verwandten Aktivitäten umkreist werden. Größe und Nähe zu mir und zueinander bedeuten Relevanz, die mit wachsender Entfernung abnimmt.

Mir war beim Erstellen der Karte wichtig, vor allem den Aufmerksamkeitswert abzubilden, den ein Ort, eine Projekt, eine Person in meiner Wahrnehmung einnimmt. Und nicht die künstlerische Qualität, die ich ihm beimesse. So kommt es zu interessanten Verzerrungen.

Die Echo-Liste nimmt viel Zeit in Anspruch, allerdings gehen die meisten Mitteilungen im Rauschen unter, und nur Barbara Lang bleibt deutlich in meiner Erinnerung haften.

Die Koalition der Freien ist ein notwendiges Unternehmen, nur hab ich in letzter Zeit wenig davon mitbekommen. Der Abend mit der Universität der Nachbarschaften im Westwerk ist mir dagegen in so guter Erinnerung geblieben, dass er mir fast genausoviel bedeutet, wie das Westwerk selbst.

Schließlich, die gesamte institutionalisierte Kultur (Kunsthalle, Kunstverein, Deichtorhallen etc) kommt bei mir gar nicht vor. Auch Galerien nicht.

Die Aktivität kleinerer Offspaces/Projekte hat bei mir, mit Ausnahme des Kunst-Imbiss, kaum Spuren hinterlassen. Ich hatte schon im Sommer 2012 den Eindruck, dass es sich bei ihnen eher um Ersatz-Galerien handelt.

Die Karte gibt einen Aufmerksamkeitszeitraum von ungefähr 9 Monaten wieder. Es ist gut möglich, dass sich in einem halben Jahr ein ganz anderes Bild ergäbe. (Das ließe sich gut animieren.)

Ebenso ist das meine vollkommen persönliche Ansicht der Kunst in Hamburg. Ich fände es spannend meine mit anderen Ansichten zu vergleichen und so von Unterschieden und Übereinstimmungen zu erfahren. Aus diesem Grund habe ich hier ein editierbares PDF als Leerkarte hinterlegt, mit dem jeder seine eigene Sichtweise der Kunst in Hamburg darstellen kann. Ich freue mich auf Ergebnisse.

  

Ein Gedanke zu „Kunst in Hamburg – eine subjektive Karte

  1. Birgit Seidenfad

    Hallo Stefan, das ist eine spontane Rückmeldung auf Deine subjektive Karte, die mir sehr gefallen hat! Ausbaufähig!
    Mit sowas kann ich nicht dienen, aber das ist eine schöne Art Selbstreflexion/Spiegel real ge/benutzter kultureller Aktivitäten. Lob, Lob! – als Antwort auf Deine Aktion.
    Ich komme nicht aus der Kunstszene, bin aber affin. Normaler Brotjob (Freiheit/Unfreiheit – ein kleiner Spagat), nebenbei Ethnologie/Museumsmanagement studiert. Erstmal in der ‚etablierten‘ Szene unterwegs. Aber völlig ehrgeizlos. Zunehmend interessiert mich der selbst organisierte Bereich. Wenn Du einen Verteiler hast, nimm mich auf. Nebenbei: Echo ist auch ein Teil meiner mind-map. Biggi

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