Fließende Räume

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Abbild einer Musterwohnung auf der Werkbundausstellung Neues Wohnen 1949

2 Tage Symposium Floating Volumes #4 – Layering DiverCity Stadt und Identität in der künstlerischen Forschung in der Frise und der Hfbk Hamburg.

Vor meiner Einschätzung ein wenig Auszug aus dem Programm:

Tag 1, zu Beginn sehr theorielastig.

. Einführungsvortrag: Michaela Ott (Hamburg), Professorin für Ästhetische Theorien an der HfbK

. Johanna Hartmann (Bremen), „Moderne Häuslichkeit sehen lernen. Mediale Anordnungen der Werkbundausstellung „neues wohnen“ 1949 in Köln“

. Birgit Schlieps (Berlin), „Wüstenstädte, von A nach B — Strip/Tease der Bilder“, Künstlerin, Installation, Arbeiten zu Architektur und Stadtentwicklung, künstlerische Stadterkundungen.

Gewagte, aber durchaus anregende Gegenüberstellung einer Stadt in der Steppe von Kasachstan und einer fast vergessenen Bauhaussiedlung am Rande Berlins.

. Victor Burgin (San Francisco), Filmvorführung „A Place to Read“, 2010
Einführung von Hanne Loreck (Hamburg)

Tag 2, erfüllt von Beispielen.

. Harun Farocki (Berlin), Filmpräsentation von »Ein neues Produkt«.

Mitarbeiter einer Unternehmensberatung diskutieren Visionen für ihre Firma. Es hätten aber auch Museumsleute sein können. Der Unterschied wäre gering gewesen. Alle suchen das OFF.

. Katarína Gatialová (Slowakei) Kuratorin, Vortrag: „/From Gallery to Underpath. New Bottom-up Culture Initiatives in Slovakia/“, Umwidmung von Orten für die Kunst in slowenischen Städten

. Carla Orthen (Nürnberg/Fürth) Kunsthistorikerin,“Verordnete Schwebezustände: Räume künstlerischer Selbstorganisation in Deutschland“

Erstaunliche Erkenntnis. Die meisten Neugründungen an Offspaces in den letzten 20 Jahren gabs 2009. Ausdruck und Resultat der Krise?

. Christa Müller (Siftung Anstiftung & Ertomis, München), „Urban Gardening: Urbane Interventionen zur Aneignung des öffentlichen Raums“

. Anke Haarmann (Keimzelle) und Michael Ziehl (Gängeviertel), „Raumaneignungen und Recht auf Stadt“

. Soraya Morayef (Kairo), „Digital Archiving: The evolution of a graffiti blog in post-revolution Egypt“, Bloggerin zu Street Art, Kapitalismus, Widerstand, Gender

Graffiti in Kairo ist lebensgefährlich, aber dennoch banal.

. geheimagentur (Hamburg), „Instant Pleasures: Projektemacherei und Versammlungen“, Performances, Theater, bildende Kunst

Die thematische und formale Selbstentgrenzung des modernen Theaters verursacht mir Unbehagen.

. Eray Çayli (Istanbul / London), „Taksim Square and Gezi Park Protests: Resisting Verticality, Occupying Teleology“, Doktorand und Tutor am University College London

Ende ca. 17:00 h

  

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