Interesse – Lexikalisches

Interesse  auch -ß-, gelegentlich Kleinschr, ‘Intr.’ T1,86,26; öfter ‘Intressen’, ‘Int’ressen’ 3,306 Vs 1087, ‘inderessen’ B43,434,2; wiederholt pl ‘I-s’, selten unflektierter Gen bzw Dativ; öfter ‘hohes, höheres, höchstes I.’. Als ästhetischer Begriff der kunstheoretischen Auffassung des 18. Jahrhunderts entsprechend, hingegen in der von den Frühromantikern (insbesondere FSchlegel) gebrauchten Bedeutung iSv modern nicht nachzuweisen 
1 Anteilnahme, (geistige) Beteiligung, Aufmerksamkeit; öfter ‘I. erregen, einflößen’ uä; sg  
a Wißbegier, Neugier; zum Ausdruck einer geistig-intellektuellen Zuwendung  
α mBez auf Personen; einmal in vergleichendem Zshg; wiederholt ‘I. an jdm’; gelegentlch ‘das I. der Gesellschaft’

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interesse, n. aus dem lateinischen, in verschiedenen bedeutungen ausgebildet.
1) zufrühest in der rechtssprache, der antheil, der dem vermögen jemandes aus der handlung eines andern entsteht, entgangener nutzen oder erwachsener schaden, wie denn ein mitteldeutsches glossar des 15. jahrh. interesse geradezu durch schaden verdeutscht.

2) dann nutzen, vortheil überhaupt.

3) namentlich häufig in der gewöhnlichen sprache der zins eines ausgeliehenen kapitals.

http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/Navigator/navigator_py?sigle=DWB&lemid=GI00627&mode=Vernetzung&hitlist=&patternlist=&sigle1=DWB&lemid1=GI00627&sigle2=GWB&lemid2=JI00873

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Interesse, (das) aus dem mittlern Lat. Interesse, und Fr. Intérêt.

1. Der Vortheil, der Nutzen; überhaupt alles das, woran uns der Ehre oder des Nutzens halber, etwas gelegen ist. Das Interesse (der Vortheil) der <30, 447> Nation, oder des Staates. Dieser Negociant versteht sich sehr gut auf sein Interesse, auf das, was ihm Vortheil oder Schaden bringen kann. Das Interesse Ihres Hauses (Ihrer Familie) liegt ihm am Herzen, er nimmt besondern Antheil an Ihrem und der Ihrigen Wohlergehen. Wir hatten kein anderes Interesse darunter (wir hatten keine andere Absicht, es war uns um weiter nichts zu thun), als ihm dadurch eine Gefälligkeit zu erzeigen.

2. Die Schätzung des erlittenen Schadens, oder der verlornen Nutzung, welche sich durch Vorsatz oder Nachlässigkeit des andern Theiles äussert. In dieser Bedeutung ist daher das Interesse zweyerley: das Interesse wegen des verursachten Schadens, Interesse damni emergentis, und das Interesse wegen des abgängigen Gewinnes, Interesse lucri cessantis. In Ansehung des ersten muß erwiesen werden, ob jemand Schaden erlitten habe; in Ansehung des letztern ist solches von wahrscheinlichem und nicht allzu ungewissem Gewinne zu verstehen. Der durch genommenen Aufschub verursachte Schade, und dessen Schätzung, wird ins besondre das Interesse morae genannt. Dieses Interesse morae wird ohne fernern Beweis auf 5 vom Hundert gesetzt und zugesprochen, es wollte denn der Gläubiger durch Umstände und Vermuthungen ein anderes erweisen.

Im erweiterten Sinne nennt man in den schönen Künsten Interesse, dasjenige, worauf sich alle Theile eines Ganzen beziehen, und zu dessen Hervorbringung sie alle wirken, oder wirken sollen.

Zuweilen bedeutet Interesse den Eigennutz; den Trieb, seinen eigenen Nutzen, zum Nachtheil des Rechtes und der Billigkeit, zu befördern. Das Interesse ist nicht im Stande, ihn von der Rechtschaffenheit abzuleiten.

http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/j/kj01063.htm

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Unter Interesse (von lat.: interesse „dazwischen sein“, „dabei sein“)[1] versteht man die kognitive Anteilnahme respektive die Aufmerksamkeit, die eine Person an einer Sache oder einer anderen Person nimmt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Interesse

http://de.wiktionary.org/wiki/Interesse

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