und diese Zeilen…

Die fielen mir spontan ein, als Michael eben (scherzhaft) erwähnte, ich käme von den Bergen (wegen meines Fahrradhelms):

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund unter den Händen. Hier blüht wohl einiges auf.

Auch wenn Rilke nach eigenem Bekunden die (schweizer) Berge nicht mochte, finden sich Hinweise auf Berge und Gebirge an prominenter Stelle in seinen Gedichten:

Bringt doch der Wanderer auch vom Hange des Bergrands nicht eine Handvoll Erde ins Tal… (9. Elegie)

Oder:

Einsam steigt er dahin in die Berge des Urleids… (10. Elegie)

Oder:

An der sonngewohnten Strasse in dem holhlen halben Baumstamm der seit langem Trog ward… (Späte Gedichte)

Allen Gedichten in Zusammenhang der Berge ist das Thema der Liebe gemein. So gehen dem Zitat aus der neunten Elegie die Zeilen voraus:

Also die Schmerzen. Also vor allem das Schwersein, also der Liebe lange Erfahrung, – also lauter Unsägliches.

Und auch das späte Gedichte vom Trog schliesst mit den Worten:

Also, kämst Du, bräucht ich mich zu stillen nur das leise Anruhn meiner Hände. Seis an deiner Schulter jugendlicher Rundung, seis am Andrang deiner Brüste.

  

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